[Q] Qualitätskontrolle / Nahrungsmitteltauglichkeit

Die Blechdose sieht auf den ersten Blick etwas einfach in Bezug auf Qualität aus. Spätestens wenn aber Schnapp- oder Klemmdeckel nicht mehr so richtig schliessen fallen die Unterschiede auf. Hierbei sind die meisten Qualitätsschwankungen bei Dosen aus Fernost auffallend, aber auch Dosen aus z.B. China können inzwischen in hoher Qualität gefertigt werden … je nachdem wer und wie die Qualität kontrolliert wird.

Die Passungen für Deckel erlauben nur wenige 1/100stel Millimeter Varianz in der Fertigung, ansonsten führt dies zu Enttäuschung beim Verbraucher durch nicht sicher schliessende Deckel, abfallende Deckel beim Transport.

Gleiches gilt aber auch für Druckqualität und Lebensmitteltauglichkeit. Beides erfordert kontrolliert saubere Prozesse.

Für die Zulassung hinsichtlich Lebensmitteleignung sind an dieser Stelle 2 Prüfungen erwähnt, diese beziehen sich in der Regel auf Restrückstände des Dosenherstellungsprozesses wie zum Beispiel gelegentlich dünn vernebelt aufgebrachte Ziehöle oder Lösemittel welche aus der PU Beschichtung der Dose geringfügig austreten können.

1. Migration in Tenax nach DIN EN 14338

Hierbei wir das Behältnis, die Dose 10 Tage bei 40°C mit einem Prüfstoff ( Tenax ) befüllt, anschliessend aufgenommene Stoffe mit einem Gas-Chromatograf untersucht.
Phthalat-Verbindungen sollten hierbei unter den Grenzwerten, bzw. Messauflösungsgrenzen liegen.
Bei dieser Prüfung werden auch oft andere Verbindungen gefunden, die meist aber aus Verschlüssen herrühren.

2. Bestimmung von Restlösemitteln nach EN 13628

Bei dieser Prüfung wird die Verpackung luftdicht abgeschlossen, und 60 Minuten bei 80°C gelagert. Dann wird eine Probe der Innenluft ebenso über die Säule eines Gas-Chromatografen anhand von GCMS Bibliotheken analysiert.

Die Summe der flüchtigen Kohlenwasserstoffe sollten hierbei unter den Grenzwerten, bzw. Messauflösungsgrenzen liegen, bzw. unter einem Gesamtwert von 10 mg/Kg.

Hierbei werden natürlich sämtliche „Ausdünstungen“ erfasst, sowohl von der Außenseite, wie auch von der Innenseite.

Es hat sich herausgestellt, dass die Ergebnisse von der Jahreszeit, und damit von der Lagerungstemperatur insbesondere auch auf dem Transportweg und Dauer abhängig sein kann ( Quelle / siehe auch Vortragsdokumentation aus 2008 , Dr. Angela Störmer, Fraunhofer IVV, Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung).

Für einige Dosen hat geckoPAC Lebensmittelzertifikate welche turnusmässig erneuert werden. Bitte fragen Sie nach diesen. In anderen Fällen wie z.B. Schokolade und Feinschmeckerartikeln raten wir aber zu einer Innenverpackung, da Schokolade beim Transport auch an Doseninnenwänden anschmelzen könnte.